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Für die öffentliche Verwaltung

KI-Prototyping-Sprint für die Verwaltung

Von der Idee zum validierten KI-Prototyp – gemeinsam von Fachreferat, IT und Datenschutz. Mit anonymisierten Daten, klarem Rechtsrahmen und einer Roadmap, die eine Entscheidungsvorlage trägt.

Auf einen Blick

Niveau
Einsteiger
Teilnehmer
Interdisziplinäres Kernteam aus Fachreferat und IT (3–6 Personen)
Sprache
Deutsch
Zertifikat
Teilnahme­bestätigung

Zielgruppe

Fachreferate, IT-Bereiche und Digitalisierungsverantwortliche in Bund, Ländern und Kommunen – mit einem konkreten Vorhaben aus dem Fachverfahren

Format & Dauer

3–5 Tage, Sprint-Format, vor Ort empfohlen

Voraussetzungen

Klar umrissener Problembereich aus dem Fachverfahren; Beteiligung von Fachreferat und IT, idealerweise mit Datenschutzbeauftragter.

Wertversprechen

Vom priorisierten Use Case zum validierten Prototyp – inklusive Roadmap und Klärung der offenen Fragen zu Datenschutz, Vergabe und Betrieb.

Die konkreten Modelle und Tools wählen wir passend zum Use Case und zum Rechtsrahmen des Hauses – von DSGVO-konformen Hyperscaler-Tarifen mit Auftragsverarbeitungsvertrag über Zugänge des ITZBund oder eines Landesrechenzentrums bis zu On-Premise-Modellen. Der Ansatz ist bewusst tool-agnostisch; die Erkenntnisse aus dem Sprint bleiben auch dann gültig, wenn später ein anderes Modell beschafft wird.

In vielen Häusern ist unstrittig, dass KI Entlastung bringen könnte. Woran es fehlt, ist der belastbare erste Schritt: Welcher Anwendungsfall lohnt sich wirklich? Was ist mit den vorhandenen Daten überhaupt möglich? Und was davon ist im geltenden Rechtsrahmen zulässig?

Im KI-Prototyping-Sprint entwickeln Fachreferat und IT gemeinsam mit unseren KI- und Softwareexperten einen konkreten Anwendungsfall – bis hin zu einem ersten Prototyp, erprobt an anonymisierten Daten.

Priorisierter Use Case

Validiertes Lösungskonzept

Prototyp oder Prototyp-Design

Roadmap für die Vorlage

Das Problem

Warum KI-Vorhaben häufig steckenbleiben

Nicht die Technologie ist die Hürde, sondern der Weg von der Idee zur entscheidungsfähigen Vorlage.

Zu abstrakt

Die KI-Strategie steht im Digitalisierungskonzept – und wird nie konkret genug, um beschafft werden zu können.

Getrennte Welten

Das Fachreferat kennt den Prozess, die IT kennt die Systeme, der Datenschutz kommt zum Schluss – und stoppt das Vorhaben.

Zu experimentell

Pilotprojekte entstehen ohne klare Verbindung zum Fachverfahren – und lassen sich hinterher nicht in den Regelbetrieb überführen.

Unser Ansatz

Fachreferat, IT und Datenschutz an einem Tisch

Im KI-Prototyping-Sprint bringen wir gezielt alle relevanten Perspektiven zusammen: Fachverantwortliche, die das Verfahren und die Bürgerperspektive kennen. IT-Architekten, die Systeme, Register und Schnittstellen kennen. Die Datenschutzbeauftragte, die früh sagen kann, was trägt und was nicht. Und KI- und Softwareexperten von atra, die Erfahrung aus realen Projekten einbringen.

Dabei entsteht nicht nur eine Lösung – sondern auch das Wissen im Haus, künftige KI-Vorhaben selbst einzuordnen und zu bewerten.

3–5 Tage

Ablauf des KI-Prototyping-Sprints

V

Vorbereitung (1–2 Wochen vorher)

Kurzes Vorgespräch, Auswahl der Teilnehmenden sowie Sammlung relevanter Prozesse, Datenquellen und Fragestellungen. Dazu die Abstimmung mit IT-Sicherheit und Datenschutz, in welcher Umgebung und mit welchen Daten im Sprint gearbeitet wird.

1

Tag 1 – Verfahren verstehen

Gemeinsame Analyse des Fachverfahrens: Prozessschritte, Bearbeitungszeiten, Pain Points, vorhandene Daten und Systemlandschaft. Ziel: die Stellen identifizieren, an denen KI-Unterstützung spürbar entlastet – ohne die Entscheidungshoheit der Sachbearbeitung anzutasten.

2

Tag 2 – Möglichkeiten, Grenzen & Use Case schärfen

Einführung in relevante KI-Muster und Beispiele aus realen Projekten: Dokumentenverarbeitung, Auskunfts- und Wissensassistenten, Vorprüfung und Triage, Datenauswertung. Anschließend Auswahl und Schärfung eines konkreten Use Cases – bewertet nach Entlastungswirkung, Datenverfügbarkeit, technischer Machbarkeit, Integrationsaufwand und rechtlicher Tragfähigkeit.

3+

Tag 3–5 – Lösung und Prototyp

Entwurf der Lösungsarchitektur: Prozessintegration, Datenflüsse, Modell- oder Agent-Strukturen, Betriebs- und Hosting-Optionen im zulässigen Rahmen. Ihre Fachleute bringen Verfahrenswissen ein, unsere Experten Erfahrung aus KI- und Softwareprojekten. Zum Abschluss: Prototyp oder Prototyp-Design, technische Einordnung und Roadmap – aufbereitet für die Entscheidungsvorlage.

Typische Einsatzfelder in der Verwaltung

Dokumenten- und Antrags­bearbeitung

Wissens- und Auskunfts­systeme

Vorprüfung und Triage

Auswertung und Bericht­erstattung

Nächste Schritte

Vom Prototyp in den Regelbetrieb

Wenn sich der Prototyp als tragfähig erweist, unterstützen wir auch bei der produktiven Umsetzung. Genauso wichtig ist uns aber, dass Fachreferat und IT nach dem Sprint selbstständig weiterarbeiten können – auch mit einem anderen Auftragnehmer.

Belastbare Leistungsbeschreibung

Die Sprint-Ergebnisse als Grundlage für Vergabeunterlagen – statt Anforderungen aus Vermutungen

MVP-Entwicklung

Entwicklung eines Minimal Viable Product als nächster Schritt nach dem Prototyp

Integration in die Verfahrenslandschaft

Anbindung an Fachverfahren, Register und bestehende Schnittstellen

Befähigung im Haus

Schrittweiser Aufbau eigener Kompetenz – mit dem Ziel, dass das Haus künftige KI-Vorhaben selbst bewerten und steuern kann

FAQ

Häufige Fragen

Brauchen wir einen fertigen Use Case?
Nein – ein grob umrissener Problembereich reicht, etwa ein Fachverfahren mit hohem manuellem Aufwand oder ein Antragsprozess mit langen Durchlaufzeiten. Im ersten Block des Sprints priorisieren und schärfen wir den Use Case gemeinsam. Eine klare Idee vereinfacht allerdings den Einstieg.
Wer sollte aus dem Haus dabei sein?
Ein interdisziplinäres Kernteam aus Fachreferat und IT – idealerweise 3–6 Personen mit Entscheidungsbefugnis für den Use Case. Für die Blöcke zu Daten und Rechtsrahmen empfehlen wir zusätzlich die Datenschutzbeauftragte und, je nach Vorhaben, das Justiziariat hinzuzuziehen. Genau diese Besetzung verhindert, dass ein Prototyp entsteht, der später am Rechtsrahmen scheitert.
Mit welchen Daten arbeiten wir im Sprint?
Grundsätzlich mit anonymisierten oder synthetischen Daten – keine Echtakten, keine personenbezogenen Daten, keine Verschlusssachen. Für die Validierung des Use Cases reicht das in aller Regel aus. Wenn das Haus über freigegebene Testdatenbestände oder eine abgenommene Verarbeitungsumgebung verfügt, arbeiten wir bevorzugt darin – das klären wir in der Vorbereitung mit Ihrer IT-Sicherheit ab.
Was ist das Ergebnis nach 3–5 Tagen?
Ein validierter Prototyp oder Prototyp-Entwurf zum priorisierten Use Case, dokumentiert mit Lösungskonzept und Roadmap für die nächsten Schritte. Für den Verwaltungskontext ergänzen wir eine Einordnung, welche Fragen vor einer produktiven Umsetzung noch zu klären sind – Datenschutz, Vergabe, Betriebsmodell. Das Ergebnis ist so aufbereitet, dass es in eine Entscheidungsvorlage übernommen werden kann.
Wie passt das in die Beschaffungslandschaft?
Ein einzelner Sprint läuft typischerweise als Direktauftrag oder freihändiges Verfahren. Häufig ist der Sprint genau der Schritt, der eine spätere Ausschreibung überhaupt erst beschreibbar macht: Nach dem Sprint liegt eine belastbare Leistungsbeschreibung für die produktive Umsetzung vor, statt einer Anforderung, die aus Vermutungen entstanden ist. Angebot, Leistungsbeschreibung und Eigenerklärungen liefern wir im üblichen Format.
Inhouse, vor Ort oder remote?
Beides möglich, für dieses Format empfehlen wir aber deutlich vor Ort. Die Co-Creation zwischen Fachreferat und IT lebt vom gemeinsamen Arbeiten am Whiteboard; über mehrere Tage verteilt trägt das remote schlechter. Wir bringen unsere Arbeitsmittel mit – externe Cloud-Tools sind für die Arbeit im Sprint nicht zwingend erforderlich.
Barrierefreiheit?
Besondere Anforderungen (z. B. Schriftdolmetschen, kontrastreiche Materialien, barrierefreie Arbeitsumgebung) bitte bei der Buchung angeben – wir richten die Sprint-Tage entsprechend ein.
Unverbindlich

Wo kann KI Ihr Haus spürbar entlasten?

Sprechen wir über einen KI-Prototyping-Sprint. Aus einem konkreten Verfahrensproblem entsteht ein validierter Prototyp – und eine Roadmap, die eine Vorlage trägt.

Anliegen

Pflichtfeld

Daniel Wochnik

Ansprechpartner

Daniel Wochnik

Leitung «Engineering»

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